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Das Grundgesetz der Bundesrepublik fordert, den demokratischen und sozialen Bundesstaat in parlamentarischer Regierungsform zu verwirklichen. Diese Regierungsform hatte manche Bewährungsprobe zu bestehen, und Bewährungsproben werden ihr auch in Zukunft nicht erspart bleiben. Das Wahlverhalten der Bürger lässt einerseits erkennen, dass unser Parlamentarismus grundsätzlich von einer sehr breiten Bevölkerungsmehrheit akzeptiert ist. Die immer wieder aufkommende Kritik am Parlament verdeutlicht andererseits ebenfalls immer wieder auftauchende Zweifel.
Die parlamentarische Demokratie ist eine komplexe Regierungsform. Die Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist ihr immanent. Wie Parlamentarismus seiner Natur nach institutionalisierte Kritik ist, so braucht er seinerseits, um nicht zu erstarren, die ständige Analyse, das kritische sachgerechte Messen der Wirklichkeit am Anspruch. Die 1970 von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Journalisten gegründete Deutsche Vereinigung für Parlamentsfragen will zu einem breiteren und tieferen Verständnis des parlamentarischen Regierungssystems, aber auch zu seiner Verbesserung beitragen. Sie verfolgt dieses Ziel mit Seminaren, Forumsdiskussionen, Publikationen und Vortragsveranstaltungen – unabhängig und kritisch. Die von ihr herausgegeben Zeitschrift für Parlamentsfragen erfreut sich allseitiger Anerkennung. Die Vereinigung hat auf Reformen einwirken können. Ihr Bestreben, Theorie und Praxis zueinander zu führen, hat einige Erfolge gezeigt. Mitglieder der DVParl erhalten auf Anforderung zusätzlich die Protokolle unserer Veranstaltungen und die Publikationen des Deutschen Bundestages (zum Beispiel „Kürschners Volkshandbuch Deutscher Bundestag“, die Broschüre „Der aktuelle Begriff“, das Magazin „Blickpunkt Bundestag“ und Veröffentlichungen aus der Reihe „Zur Sache“). |
Ziele